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Am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen findet sich ein Ventilmechanismus, der das Zurückströmen von Mageninhalt in die Speiseröhre (Reflux) verhindert. Er besteht aus den Zwerchfellschenkeln, zwischen denen die Speiseröhre vom Brust- in den Bauchraum übertritt (Hiatus), einem unteren Schließmuskel in der Speiseröhre selbst (LES) und dem spitzen Winkel zwischen Magenblase und Speiseröhre. Bei einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie) klaffen die beiden Schenkels des Zwerchfells auseinander und der obere Teil des Magens gleitet in den Brustraum hinauf und der Winkel zum Magen verstreicht. Der Schließmuskel der Speiseröhre (LES) reicht dann allein nicht aus und Magensäure kann in die Speiseröhre zurückfließen. Die Säure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und führt zu Entzündungen (Refluxösophagitis). In der Nacht kann die Säure sogar bis in den Rachen und von dort über die Luftröhre ins Bronchialsystem der Lunge übertreten und nächtlichen Reizhusten, Asthmaanfälle und eine schwere Laryngitis auslösen. In anderen Fällen steht nicht das Sodbrennen, sondern das Heraufwürgen von Nahrung bald nach dem Essen (Regurgitation) im Vordergrund. Bei grossen Zwerchfellbrüchen, bei denen sich große Anteile des Magens im Brustraum befinden, ist die Operation immer unumgänglich. Bei kleineren Brüchen ist die Entscheidung zur Operation individuell unterschiedlich. Argumente für die Operation sind: ein Nichtansprechen auf Medikamente, die Notwendigkeit einer hochdosierten Dauermedikation, hoher Leidensdruck (z.B. Reizhusten, Asthma, Laryngitis, Regurgitation) und Vorstufen zu einer Krebserkrankung (Barrett-Ösophagus). Bei der laparoskopischen Refluxoperation werden die klaffenden Zwerchfellschenkeln eingeengt (Hiatusplastik) und der Verschluß-mechanismus zum Magen funktionell wiederhergestellt. Zusätzlich wird eine Manschette (Fundoplicatio) aus einem Teil der Magenwand zu einem Refluxventil geformt. Die Operation dauert 45-70 min. Am selben Tag darf der Patient noch aufstehen und trinken, am nächsten Tag beginnt der Kostaufbau. Die Patienten sind sofort refluxfrei. Muskelkaterähnliche Beschwerden in der Schulter sind durch Nervenreizung möglich. Nach laparoskopischer Fundoplicatio kann der Patient nach 2-4 Tagen in häusliche Pflege entlassen werden. Die Einhaltung einer bestimmten Diät ist in weiterer Folge nicht notwendig. In den ersten Wochen nach der Operation ist anzuraten, langsam und in kleineren Portionen zu essen, um die Speiseröhre an die neue Sitaution zu gewöhnen. Kohlensäurehaltige Getränke werden anfangs meist nicht gut vertragen. |
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